Was ist eine PTA?

Nachdem unsere Kollegin Eva beim Wettbewerb zur PTA des Jahres 2021 gewonnen hat, fragen Sie sich vielleicht, was das ist, eine PTA. Ausgeschrieben nennt sich der Beruf „Pharmazeutisch Technische Assistentin“*. Die Ausbildung findet an einer Berufsfachschule statt und dauert im Regelfall 2,5 Jahre. Im Anschluss absolviert die angehende PTA ein halbjähriges Praktikum in einer Apotheke.
Apotheken-Standgefäße

Die PTA* ist keine einfache Verkäuferin, wie viele Kunden oft annehmen. Sie ist eine speziell ausgebildete Fachkraft, die -ebenso wie der Apotheker- umfassende Kenntnisse über Arzneimittel besitzt. Außerdem ist eine PTA ein Profi im Bereich der Herstellung von Salben, Kapseln oder Zäpfchen. Diese sogenannten „Rezepturen“ werden auch heute noch von der Apotheke selbst hergestellt.

Der Beruf der wurde 1968 geschaffen, weil durch die Änderung der Ausbildungsordnung der Apotheker der sogenannte „Vorexaminierte“ entfallen ist. Da damit weniger Personal verfügbar war, wurde es notwendig eine neue Tätigkeit für die Apotheke zu entwickeln.

Die PTA grenzt sich durch ihr pharmazeutisches Wissen von der PKA, der Pharmazeutisch Kaufmännischen Angestellten, ab. Deshalb darf eine PTA auch Medikamente abgeben, eine PKA dagegen nicht. Für Sie als Kunden ist der Unterschied kaum erkennbar. Denn beide Berufsgruppen tragen häufig einen weißen Kittel.

Der Wettbewerb zur „PTA des Jahres“ findet erst seit wenigen Jahren statt. Wir sind unheimlich stolz, dass eine unserer PTAs den Wettbewerb dieses Jahr gewonnen hat!

Welche Tätigkeiten habe ich als PTA?

Als PTA in der öffentlichen Apotheke liegt der Schwerpunkt in der Abgabe und Beratung von Arzneimitteln. Egal, ob es sich um Medikamente handelt für die man ein Rezept braucht oder um nicht-verschreibungspflichtige Artikel. Außerdem ist die Herstellung von Rezepturen, die meist vom Arzt verordnet werden, ein Bereich, der zum Beruf der PTA gehört. Bevor wir eine Rezeptur herstellen dürfen, müssen wir die verwendeten Ausgangsstoffe prüfen. Auch diese Prüfung übernimmt meistens die PTA.

Natürlich kann man als PTA auch in anderen Bereichen arbeiten: es gibt PTAs in Krankenhäusern, in der Pharmaindustrie oder auch in Firmen, die pharmazeutische Datenbanken herstellen. Allerdings arbeiten 90% der PTAs in einer öffentlichen Apotheke.

Wie kann ich PTA werden?

Um an einer PTA-Schule angenommen zu werden braucht es mindestens die Mittlere Reife. Außerdem solltest Du Interesse an Naturwissenschaften, insbesondere Biologie aber auch ein wenig Chemie haben.

Was verdient man als PTA?

Während der schulischen Ausbildung gibt es kein Gehalt, da es sich -im Gegensatz zur PKA-Ausbildung- nicht um eine duale Ausbildung (Schul- und Betriebszeiten) handelt. Während des 6-monatigen Praktikums erhält eine PTA-Schülerin 721 Euro pro Monat.

Das Startgehalt einer PTA im ersten Berufsjahr liegt laut Tarifvertrag bei derzeit (Stand 22.09.2021) 2149 Euro. In der höchsten Stufe bietet der Tarifvertrag ein Gehalt von 2783 Euro an.

Welche Chancen habe ich als PTA?

Die Chance als PTA direkt einen Arbeitsplatz zu finden sind extrem gut. Derzeit gehen die ersten PTAs, die ausgebildet wurden, in den wohlverdienten Ruhestand. Deshalb besteht -nicht nur bei den PTAs- ein sehr hoher Bedarf an Nachwuchs. Leider ist es derzeit nicht möglich eine weitere Qualifizierung zu erlangen. Die einzige Aufstiegsmöglichkeit ist das Pharmaziestudium zum Apotheker. Trotzdem gibt es einige Weiterbildungen. Weitere Informationen findet ihr z.B. bei ADEXA, der Apothekengewerkschaft, oder bei der Zeitschrift PTAheute.

Wo finde ich weitere Informationen?

Gute Anlaufstellen sind z.B.:


*: aus Gründen der Lesbarkeit verzichten wir aufs Gendern und schreiben immer nur in einer Geschlechtsform.